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Stephan Flommersfeld


Stephan Flommersfeld sucht in seinen Arbeiten das Leibhaftige. Als „Handwerker“ erzeugt er aus vorhandenem Material etwas Geformtes. An einer Stange, die über zwei Böcke gelegt ist, fließen in Jutetaschen die Laiber aus: Er gießt Gips in Jutetaschen ab. Geschnürt, gebunden, abgenäht sind sie Formgeber. Als Haut bleiben sie zum Teil erhalten oder werden wieder abgezogen. Stoffstruktur und Nähte zeichnen sich ab. Wenn der Gips abbindet, wird er warm – für kurze Zeit die Illusion des Lebendigen. Die farbige Fassung bewirkt eine starke Akzentuierung, was einzelnen Objekten etwas Bonbonartiges verleiht, sie in die Nähe einer Süßigkeit rückt oder eines merkwürdigen Spielzeugs, dessen Funktion nicht eindeutig ist. Als ratlose Kinder verfallen wir in die Beschauung und Befragung. Ein Moment der Distanzierung setzt ein, der Ratlosigkeit: etwas ist, ohne etwas zu sein.


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