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Julia Baur


Julia Baurs Interesse gilt der weiblichen Figur. Träumerisch imaginiert sie ihre Protagonistinnen in vorgefundenen Stoffmustern. Dort jedoch fristen sie ihr Dasein nie als bloße Arabesquen. Sie sind Gestalten an der Grenze zur Realität. Dinglich und doch kaum greifbar. Sie scheinen außerhalb der Zeit zu leben, losgelöst. Nie den Blick auf den Betrachter gerichtet, sind sie ganz in sich selbst versunken. Jeden Augenblick droht das Ornament ihre Gestalt wieder zu verschlucken, den Hauch, der zu uns herüberweht, wieder ins Gleichmaß einzuweben. Das ist genau der Moment, der die Malerin immer wieder vor eine Herausforderung stellt: Sie muß das Muster durchlässig machen, die Ranken und Blütenstände vorsichtig beiseite biegen, um den Blick freizugeben auf eine rätselhafte Welt, die voller Geheimnisse und Verheißungen scheint.


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