www.stephan-flommersfeld.destart.htmlshapeimage_1_link_0
ephemer, plan.d, Düsseldorf

Vernissage am Samstag, 15. November 2014


Der Titel „ephemer“ steht für „nur für kurze Zeit bestehend; flüchtig, rasch vorübergehend“ und so wollen die Künstler auch ihre Gruppenausstellung in Düsseldorf verstanden wissen: Als ein zeitlich begrenztes Zusammenspiel von fünf sehr individuellen Auffassungen der Kunstinterpretation.

Sie kennen sich untereinander bereits seit vielen Jahren, spätestens seit 1999. In unterschiedlichen Kombinationen arbeiten sie immer wieder zusammen, stellen gemeinsam aus, bearbeiten gemeinsame Themen.

Ein früher Kulminationspunkt war 1999 die gemeinsame Ausstellung „QUARTIER“ im "Temporären Kunstraum B64", dem Ausstellungs-und Lebensraum von Martin Wilhelm in der Berlinerstrasse 64 in Steinbach am Taunus.

Lange Zeit räumte Martin Wilhelm in jedem zweiten Jahr sein Appartment in einem Mehrfamilienhaus in Steinbach leer, um es in einen Ausstellungsraum zu verwandeln. Mittlerweile finden die Ausstellungen dort jährlich statt.

Die eigenständig und unabhängig voneinander arbeitenden Künstlerinnen haben eine große Bandbreite an künstlerischen Ausdrucksmitteln: Von klassischer Malerei über Postkarten und Fotografien, bearbeiteten Fotografien und Installationen, Objekten, Skulpturen, Texten; von Hörstücken zu Aufführungen und immer wieder ist das Medium der Zeichnung präsent.

Für die Ausstellung in Düsseldorf gibt es kein gemeinsames Thema, aber die Intention, dass eine Ausstellung von mehreren Künstlern mehr sein sollte, als eine Ausstellung der Arbeiten mehrerer Künstler.

Dafür wird aus dem jeweiligen aktuellen Fundus geschöpft.

Bezüge tauchen auf zwischen den Arbeiten Martin Wilhelms, die aus einer intensiven Beschäftigung mit Natur entstehen, und den ornamentalen Scherenschnitten von Stephan Flommersfeld, die auch wuchernd als plastische Gebilde auf den Raum übergreifen, oder Zeichnungen von Susann Gassen. Klaus Harths hingeworfene tägliche Skizzen und beiläufigen Zeichnungen beginnen einen Dialog mit Objekten (aber auch Fotografien) von Ute Thiel. Aber auch deren Fotos, die täglichen Entdeckungen entspringen, stehen auf einmal in einem Zusammenhang mit denen Wilhelms und manchen Zeichnungen Flommersfelds oder den abstrakten Arbeiten Gassens, die Anregungen aus allen Lebensbereichen aufnehmen oder ihren Interieurs bzw. Portraits , die Bezüge zu historischen Momenten des 20 Jh. schaffen. Die „Märchen“, die Flommersfeld 2012 geschrieben hat, wurden von Klaus Harth durch Zeichnungen ergänzt, die in der Ausstellung zu sehen sind. Stephan Flommersfeld bringt seine Texte in einer Lesung zu Gehör und wird dabei von Harth durch akustische und rythmische Signale auf Blasinstrumenten und diversem Schlagwerk begleitet. Ute Thiel zeigt ältere Arbeiten zum Thema Kunst und Wert, die durch eine neuere Arbeit von Klaus Harth zu einem vergleichbaren Thema ergänzt wird.

Und so bekommt das Ephemere seinen Sinn, der Titel wird Programm. Für die Dauer dieser Ausstellung werden die unterschiedlichen Arbeiten so und nicht anders ihre Wirkung aufeinander und miteinander entfalten. Und vielleicht entwickeln sie dabei sogar eine Leuchtkraft über den Tag hinaus.