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Gardening in der WALPODENAKADEMIE


„Was? HORTUS? – Lateinisch für Garten! – Eine Gartenausstellung?“ – Damit keine Missverständnisse aufkommen: Die Ausstellung  von Barbara Bux, Stephan Flommersfeld und Hans-Jürgen Herrmann holt nicht die Landesgartenschau in die Walpodenakademie, inszeniert aber das kunstgeschichtlich bekannte Sujet des Hortus conclusus in den vier Wänden des Ausstellungsraumes neu. Der Besucher betritt einen künstlerisch kultivierten Bereich, d.h. Landschafts- und Pflanzendarstellungen dienen nicht einer ikonographischen oder pflanzlichen Bestimmung. Sie sind der dokumentarische Teil einer intensiven Reisetätigkeit, einer mit zeichnerischen Mitteln gefüllten Botanisiertrommel, oder komponieren fotografisch neuartige „Botanische Welten“, die nie ein Mensch zuvor so gesehen hat: Wir geraten unversehens in einen Perseidenstrom aus Blütenteilen und verlieren dadurch einen klar bestimmbaren Betrachterstandpunkt. Oder es wird „Laub-gesägt“, d. h. nicht der farblich brillierende Blumenstrauß, sondern dessen mit Kugelschreiber auf Sperrholz übertragene Erinnerungsbild wirft seinen Schatten auf einen leeren Hintergrund und entrückt uns damit die sinnliche Pracht. Die Ausstellung provoziert ein Stolpern, das heißt, bereitwillig lassen wir uns auf bekannte Pfade locken, um dann zu bemerken, dass alles doch ganz anders ist. Dies ist ein Lehrpfad der besonderen Art. Vorsicht also! Der Garten lockt, doch vor uns tanzt das „Wandelröschen“: „Rose is a rose is a rose is a rose“. Die Ausstellung eröffnet am 10. April um 20 Uhr in der Walpoden-Akademie, Neubrunnenstraße 8, 55116 Mainz und dauert bis 30. April. Sie ist Mo, Do und Fr von 17-20 Uhr geöffnet, Sa 14-18 Uhr.